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Institut für Ethik in der Praxis / Institute for Practical Ethics |
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Ethikberatung Moderatoren des Bereichs: Prof. Dr. Hans-Martin Sass, Prof. Dr. Carmen Kaminsky, Dr. Arnd T. May Die Beratung in ethischen Fragen kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Der Nationale Ethikrat http://www.ethikrat.org wurde 2001 als nationales Forum des Dialogs über ethische Fragen in den Lebenswissenschaften gegründet. Der Nationale Ethikrat bündelt den interdisziplinären Diskurs von Naturwissenschaften, Medizin, Theologie und Philosophie, Sozial- und Rechtswissenschaften. Er organisiert die gesellschaftliche und politische Debatte unter Einbeziehung der verschiedenen Gruppen. Er unterbreitet Informations- und Diskussionsangebote an die Bürgerinnen und Bürger (z. B. Ausstellungen, Veröffentlichungen, Internetforen etc.). Der Nationale Ethikrat führt jedes Jahr mindestens eine öffentliche Konferenz zu ethischen Fragen im Bereich der Lebenswissenschaften durch. Der Nationale Ethikrat nimmt Stellung zu ethischen Fragen neuer Entwicklungen auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften sowie zu deren Folgen für Individuum und Gesellschaft. Der Nationale Ethikrat erarbeitet auch Stellungnahmen im Auftrag der Bundesregierung oder des Deutschen Bundestages. Der Nationale Ethikrat unterbreitet Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln. Konkrete Themen von Ethikberatung sind in diesem Portal insbesondere
Ethikberatung trägt dazu bei, schwierige moralische Entscheidungen in der Patientenversorgung auf eine überzeugende, tragfähige Basis von Argumenten zu stellen. Dabei sollen insbesondere moralische Werte wie Autonomie und Patientenwille, Fürsorge und Patientenwohl, Menschenwürde, Verantwortung, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Verschwiegenheit im Rahmen der Patientenversorgung beachtet und gefördert werden. Eine Konkretisierung dieser Ziele für jeden klinischen Arbeitsbereich ist sinnvoll. Eine wichtige Zielgröße stellt die Zufriedenheit aller an den Entscheidungsprozessen Beteiligten dar, also insbesondere der Patienten mit ihren Angehörigen/Bezugspersonen, der Ärzteschaft und der Pflegenden. Ethikberatung hat die Aufgabe, den Prozess des Umgangs mit ethischen Fragen zu moderieren und zu organisieren. Die Haltungen, Interessen, Positionen von Menschen, die von einer Situation fachlich, menschlich und ethisch betroffen sind, gilt es sichtbar und hörbar zu machen. Die angestrebten Ziele von Ethikberatung dienen als Parameter einer Qualitätskontrolle und Evaluation der eigenen Beratungstätigkeit. Deshalb müssen Aufgaben und Methoden der Beratung mit den genannten Zielen kompatibel sein. Ethikberatung im Gesundheitswesen Klinisches Ethik Komitee Ethikberatung, z.B. durch Klinische Ethik-Komitees, Konsiliar- oder Liaisondienste, verändert die Krankenhausrealität auf unterschiedlichen Ebenen: auf der Ebene der individuellen Entscheidungsträger, der Ebene der Stations-Teams und der Ebene der Organisation. Ethikberatung leistet so einen Beitrag zur moralischen Weiterentwicklung der Organisation und in der Organisation und trägt so zu einer Veränderung der Kommunikation innerhalb der Organisation bei. Als Ideal der Arbeit eines Klinischen Ethik Komitees (KEK) stellt es beratend ein Forum für schwierige und kontroverse moralische Entscheidungen bereit. Zu den Aufgaben eines KEK gehören: 1. die Weiterbildung in medizinischer Ethik, 2. einzelfallbezogene Beratung, entweder im Rückblick oder bezogen auf aktuelle Behandlungsentscheidungen, die die Betroffenen als moralisch problematisch wahrnehmen und 3. die Entwicklung von Leitlinien, die die moralische Integrität der Institution gewährleisten sollen. Portal http://www.Ethikkomitee.de UNESCO: Universal Declaration on Bioethics and Human Rights UNESCO: Bioethics Committees at Work: Procedures and Policies. A guide for chairpersons and members of Bioethics Committees in the consideration and evaluation of some key procedures and policies. 2006, online unter: http://unesdoc.unesco.org/images/0014/001415/141563e.pdf Stellungnahme der Zentralen Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission): Ethikberatung in der klinischen Medizin, 2006 |
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